Regionaler Eine-Welt-Tag in Hannover

Auf dem Weg in die Zukunft...Aktiv für die SDGs

Beim Eine-Welt-Tag in Hannover zeigen wir, was genau sich hinter den SDGs verbirgt und wie wir selbst zu ihrer Erreichung beitragen können. Welche Anknüpfungspunkte gibt es an unseren (Schul)Alltag? Wie können wir selbst aktiv werden und uns an der Gestaltung einer global gerechten und ökologisch tragfähigen Welt im Sinne von „global denken – lokal handeln“ beteiligen? Diesen und weiteren Fragen wollen wir in 11 verschiedenen Workshops nachgehen und dabei spannende Handlungsmöglichkeiten kennenlernen und eigene kreative Ideen entwickeln.

Zielgruppe: Schüler*innen der Jahrgansstufe 7

Veranstaltungsort: Gymnasium Limmer, Wunstorfer Str. 14, 30453 Hannover

Kosten: Pro Schüler*in bitten wir um einen Teilnahmebetrag von 2 Euro. Für ein kostenloses Mittagessen wird gesorgt.

Termin und Anmeldung: Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit dem Corona-Virus ist im Moment unklar, wann der Eine-Welt-Tag in Hannover stattfinden kann. Bei Fragen oder Interesse an einer Teilnahme kontaktieren Sie uns gerne!

Kontakt

Der Eine-Welt-Tag wird im Rahmen des Projekts „globo:log live. Aktiv für die SDGs – Regionale Eine-Welt-Tage in Bremen und Niedersachsen“ durchgeführt und koordiniert von Sabine Meyer in Kooperation mit dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB).

Sabine Meyer, Dipl.Päd.
sabinemeyer@yahoo.com
0171-8397758

Ablauf

Beginn und Abschluss des Eine-Welt-Tages finden mit allen Schüler*innen gemeinsam statt. Dazwischen gibt es verschiedene Workshops. Die Schüler*innen können im Vorfeld selbst wählen, an welchem Workshop sie teilnehmen möchten. Pro Workshop gibt es maximal 16 Teilnehmer*innen. Nach Möglichkeit sollen nur 2-4 Schüler*innen einer Klasse denselben Workshop besuchen.

Auch für Lehrer*innen wird ein Workshop angeboten: Im Info-Café informiert Dirk Schröder-Brandi (RENN.nord) über Bildungsangebote, Materialien und Referent*innen aus der Region.

08:00   Ankunft und Anmeldung

08:30   Begrüßung und gemeinsamer Einstieg

09:15   Workshops mit 15min Pause zwischendurch

12:30   Mittagspause

13:15   Gemeinsame Abschlussaktion

14:00   Ausklang, Zeit für Gespräche und Ideenposting

14.30   Ende

Die Workshops

WS 1 Appetit auf Zukunft

Was hat unsere Ernährung mit dem Klimawandel zu tun? Hierauf gibt es viele Antworten! Und könnten eigentlich schon heute alle Menschen auf der Welt satt werden? – Ja, könnten sie! Wir müssten dafür nur alle ein paar Einkaufs- und Essgewohnheiten verändern. Würde es uns trotzdem schmecken? Ja, auf jeden Fall!  – Das werdet Ihr selber erfahren, weil wir in dem Workshop natürlich auch gemeinsam einen leckeren und nachhaltigen Imbiss für alle Teilnehmenden zubereiten werden.

Elisabeth Seiler (Heuhüpfer e.V.)

WS 2 Ölpalmanbau und Menschenrechte am Beispiel Kolumbien

Palmöl steckt in vielen unserer alltäglichen Produkte, im Brotaufstrich etc. Der Konsum der westlichen Länder und die Menschen­rechts­situation in anderen Ländern hängen zusammen. Die Land­bevölkerung sieht sich mit massiven ökologischen, ökonomischen und sozialen Konsequenzen eines staatlich geförderten Ölpalmen­anbaus konfrontiert. Die Referentin beantwortet Fragen zu einem selbst erlebten Fall in Kolumbien während ihres Friedenseinsatzes mit peace brigades international.

Heike Kammer (peace brigades international, pbi)

WS 3 Wunderwelt der Korallen – Riesentanker und die Erwärmung der Ozeane

Die faszinierende Welt der Korallenriffe beherbergt die größte Artenvielfalt in den Ozeanen und viele noch ungelüftete Geheimnisse. Viel zu wenig ist darüber bekannt was die Korallenbleiche für Ursachen hat und welche Megaprojekte diese Wunderwelt bedrohen.

Paul Mesch (peace brigades international, pbi)

WS 4 Buen Vivir – Gutes Leben für alle

Wie stellst du dir ein gutes Leben vor? Wie kann deine Vorstellung von einem guten Leben mit den Vorstellungen anderer Menschen auf der ganzen Welt vereinbart werden? In dem Workshop stellen wir in einer Simulation nach, wie ein gutes Leben trotz unterschiedlicher Bedürfnisse für alle möglich wäre. Außerdem beschäftigen wir uns mit den Grundsätzen des Buen Vivir, einer Vorstellung des guten Lebens von indigenen Menschen aus Südamerika.

Violetta Bat

WS 5 Frieden und Gerechtigkeit, mein Beitrag für eine bessere Welt

Mich und andere besser verstehen und friedvoll durchs Leben gehen? Das Konzept der „Gewaltfreien Kommunikation“ gibt dafür Anregungen.

  • Warum bin ich auf der Welt und wie kann ich sie noch schöner machen?
  • Der Friede in mir bringt mehr Frieden in die Welt
  • Was ist Gewalt, wo fängt sie schon an?
  • Empathie, der Kleber der alle Menschen verbindet
  • Das Urteilen (Judgen) verlernen und den Frieden stiften, ist das ein Schritt zu mehr Gerechtigkeit in der Welt?

Gisela Vaske-Hoppe

WS 6 Nachhaltiger Konsum – geht das überhaupt?!

In diesem interaktiven Workshop werden wir uns gemeinsam über Themen wie Wegwerf- und Überflussgesellschaft, ökologischer Fußabdruck, virtuelles Wasser, graue Energie, Suffizienz und die Konsequenzen meines Konsums austauschen. Durch kleine Inputs mit Daten und Fakten werden die Thematiken interaktiv vermittelt sowie eine Orientierung durch Messinstrumente der Nachhaltigkeit gegeben. Lasst uns im Anschluss zusammen reflektieren, wie alternative Lebensstile die Welt verändern können.

 Tobi Rosswog (Netzwerk living utopia und Bildungskollektiv imogo)

WS 7 Make World Wonder.

Für die Welt, die wir uns wünschen – Die Agenda 2030: Glücksbringer und Landkarte für ein gutes Morgen.

Mit der Agenda 2030 haben die Vereinten Nationen nicht weniger als die Vision für die Welt, die wir uns wünschen, unterzeichnet. Würden wir sie umsetzen, hätten wir im Jahr 2030 eine gerechtere Welt mit viel weniger Armut, Hunger und einem Erreichen des 1,5 Grad-Zieles. Das muss keine Utopie bleiben, wenn wir dies aktiv einfordern. Und wir dürfen selbst schon mal anfangen. In meinem Workshop finden wir gemeinsam die Möglichkeiten, diesen Prozess ganz konkret mitzugestalten. 

Stephanie Ristig-Bresser (Positive Nett-Works e.V.)

WS 8 Genug Trinkwasser für alle auf der Welt?

Wasserverfügbarkeit am Beispiel Bolivien. Storytelling und Zukunftsvisionen

Für uns in Deutschland ist die Verfügbarkeit von Wasser selbstverständlich:  Es kommt direkt aus dem Wasserhahn. Könntest Du dir vorstellen, einen Tag ganz ohne Wasser? Oder viel Geld dafür zu bezahlen? Anhand eines Films über den Wasserkrieg in Bolivien diskutieren wir über historische, kulturelle, ökonomische und politische Aspekte. Es ist nicht nur lebenswichtig, sondern wird in vielen Kulturen als Lebewesen betrachtet, das sogar Teil unserer (Welt)Familie sein kann!

Rhina Calunge-Peters

WS 9 Wie reagieren Menschen in Malawi auf Veränderungen durch den Klimawandel

Begegnung und Musik

Die Menschen in Malawi bekommen die Folgen des Klimawandels stark zu spüren. Die Bevölkerung steht vor großen Herausforderungen. Ben Michael Mankhamba ist Chief/Oberhaupt des kleinen Dorfes Chingalire und beliebter Musiker. Gemeinsam wollen wir herausfinden, wie die Dorfgemeinschaft auf Veränderungen durch den Klimawandel reagiert. Welche Veränderungen, sind in der Landwirtschaft erforderlich, wie wichtig ist der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft und welche Rolle spielt dabei die kulturellen Traditionen?

Ben  Michael Mankhamba (Aware & Fair e.V.)

WS 10 Meeresverschmutzung und die Arbeit von GREENPEACE

GREENPEACE macht seit vielen Jahren auf Meeresverschmutzung und andere Umweltvergehen aufmerksam. Die Organisation recherchiert vor Ort, dokumentiert mit Filmen etc. und ist politisch aktiv. Im Workshop geht es um den Zustand der Meere und aktuelle Aktionen. Und ihr könnt mit aktiv Engagierten ins Gespräch kommen, wie diese Arbeit funktioniert.

Nick Hutchings und Lisa Ertz (Greenpeace Gruppe Hannover)

WS 11 Armut und Armutsbekämpfung

Das SDG 1 formuliert die ehrgeizigen Ziele, dass bis 2030 weltweit kein Mensch mehr extrem arm ist und dass der Anteil der Armen um die Hälfte reduziert wird. Aber was bedeutet eigentlich „arm“ zu sein und wie kommt es dazu? Wir beschäftigen uns mit unterschiedlichen Ausprägungen und Ursachen von Armut in Deutschland und weltweit.  Zudem überlegen wir uns Handlungsmöglichkeiten, was sowohl jeder einzelne, aber auch Politik und Wirtschaft tun kann, um die Armut zu bekämpfen.

Martin Gottsacker (MISEREOR)