Flucht und Fluchtursachen

Flucht und Fluchtursachen: Was bedeutet es zu fliehen? Kein Mensch verlässt gern seine Heimat. Wie sieht es tatsächlich mit den Flüchtlingszahlen aus? Welche Rolle spielen die Medien? Wir wollen uns sowohl mit einzelnen Biografien von Geflohenen beschäftigen; schauen wo sie herkommen und welche Flüchtlingsroute sie genommen haben, als auch versuchen, zu begreifen, aus welchen Lebensumständen sie geflohen sind und Fluchtursachen verstehen. Unsere Stereotype aufzubrechen und unbewusste Vorurteile abzubauen sind ebenso Bestandteil des Workshops, wie die Stärkung der eigenen interkulturellen Kompetenzen. Dies wollen wir interaktiv, durch Übungen und Simulationen erfahrbar machen.

Referentin: Anna Lena Johannsen

Klassenstufe: 7-13

Region: Bevorzugt Landkreis Lüneburg & Uelzen, Raum Hamburg

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: 90-180 Minuten

Ziel: Ein Perspektivwechsel für die Teilnehmenden, über den deutschen Tellerrand zu schauen, um globale Zusammenhänge zu verstehen. Sensibilisierung für andere und eigene Lebenswelten. 

Sonstiges: Der Workshop kann auf Deutsch oder Englisch angeboten werden.

Fluchtursachen: globale Faktoren – globale Verantwortung

Warum fliehen Menschen aus ihrer Heimat? Die Ursachen sind vielfältig. Neben Kriegen oder Menschenrechtsverletzungen müssen ebenso Armut und Perspektivlosigkeit oder veränderte Ökosysteme und Verlust von Existenzgrundlagen, ungerechte Handelsbeziehungen, wie auch Nahrungsmittelspekulation genannt werden. Auch der Klimawandel, Umweltzerstörung, sowie der Kampf um Ressourcen spielen eine maßgebliche Rolle.

Referentin: Dr. Bettina Piepho

Klassenstufe: Klasse 8-13

Region: Region Hannover & Umland

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: 90-180 Minuten, mehrere Module und Projekttage möglich

Ziel: Ziel ist es, die Zusammenhänge von globaler Ungleichheit und damit die Ursachen von Flucht und Vertreibung zu verdeutlichen. Die Teilnehmenden werden sensibilisiert, potentielle Konfliktfelder sozialer und ökonomischer, als auch ökologischer Dimensionen wahrzunehmen und zu begreifen.

Flucht, Klimawandel & Macht: Zusammenhänge verstehen! Aktiv werden! Mit Unterstützung aus Malawi und Deutschland

68 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Da der Klimawandel Flucht auslösen kann, ist zu erwarten, dass die Zahl von Geflüchteten weiter steigt. Doch noch wird das Thema kaum besprochen und zu wenig Vorkehrungen werden getroffen. Mit spannenden Methoden und anhand von Beispielen, z.B. aus dem Himalaya nähern wir uns dem Thema an. Anschließend unterstützen wir euch dabei eine Aktion, die das Thema mehr in die Öffentlichkeit bringt, zu planen und ggf. gleich umzusetzen.

Referentin: Sabina Bals (Janun Lüneburg: Projektgruppe Youth for Sustainable Development)

Klassenstufe: Klasse 9-13

Region: Bremen und Niedersachsen

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: 180 Minuten oder 1 Projekttag (hier liegt ein stärkerer Fokus darauf selbst eine Aktion umzusetzen und so die  eigenen Handlungsfähigkeit der Schüler*innen zu stärken)

Ziel: Klimawandel auch als Auslöser von Flucht kennenzulernen und eigenen Handlungsmöglichkeiten zu erkennen

Sonstiges: Der Workshop kann auf Deutsch oder Englisch angeboten werden.

Klimawandel und Flucht

Zum Baden war der Sommer super. Aber viele Bauern ernteten wenig, weil Pflanzen vertrockneten. In vielen Ländern auf der Südhalbkugel haben die Menschen erst recht mit Wetterextremen zu kämpfen: Hunger durch Dürre, Verlust der Existenzgrundlage durch Überschwemmungen oder Stürme. Viele Menschen müssen deswegen flüchten. In den Nachrichten heißen sie oft "Wirtschaftsflüchtlinge". Wir wollen mit Videoclips, Hörbeispielen, Weltkarten, und Spielen überprüfen, was das bedeutet.

Referentin: Insa Pohlenga (Regionales Umweltzentrum Schortens)

Klassenstufe: 7-9

Region: PLZ-Bereich 26xxx

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: 180 Minuten

Ziel: Sensibilisierung für Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels, Wetterextreme, Überschwemmungen, Ressourcenknappheit (Trinkwasser und Nahrung) in Zusammenhang mit Migration und Flucht

Fluchtursache Klimawandel – Mit Konsum das Klima retten?

Wälder werden gerodet, Landstriche überflutet, Menschen fliehen aufgrund von Dürre und Armut... Was hat mein Konsumverhalten damit zu tun? Wie kann ich als Konsument*in zu mehr Klimaschutz und Gerechtigkeit auf der Welt beitragen? Mit diesen Fragen werden wir uns im Workshop beschäftigen, der dir einen Einblick in die globalen Auswirkungen unseres Konsums gibt und in dem wir gemeinsam Möglichkeiten erarbeiten, um als Konsument*innen einen positiven Beitrag leisten zu können.

Referentinnen: Fine Böttner, Laura Ullmann (Janun Lüneburg e.V.)

Klassenstufe: 10-13

Region: Lüneburg

Zeitraum: 11/2018-02/2019

Dauer: 180 Minuten

Ziel: Unser Ziel ist es, die Teilnehmenden zur Reflexion ihrer eigenen Konsumentscheidungen anzuregen und zu einem ökologischen und sozial-gerechten Handeln zu motivieren. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wollen wir die globalen Zusammenhänge unseres Konsums aufdecken und lokale Handlungsmöglichkeiten in Lüneburg aufzeigen.

Klimawandel - eigener Naturzugang, klimafreundlicher Alltag

In vielen Teilen der Welt ist der Klimawandel spürbar, Menschen kämpfen beispielsweise mit Dürren oder Überschwemmungen. Doch was bedeutet der Klimawandel für uns? Wie nehmen wir ihn wahr und was tragen wir zu ihm bei? Im Workshop beschäftigen wir uns mit den Ursachen des Klimawandels, entwickeln Ideen für klimafreundliches Handeln und erfahren was der Begriff „Klimagerechtigkeit“ bedeutet. Diese Inhalte verbinden wir außerdem mit Naturwahrnehmungsübungen. Denn wie wir den Klimawandel wahrnehmen, wird auch davon beeinflusst, welchen Zugang wir zur Natur haben.

Referentin: Anne Kress

Klassenstufe: 10-13

Region: Oldenburg, Landkreis Ammerland und Oldenburg

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: 3-4 Stunden, wünschenswert ist ein Projekttag

Ziel: Die Schüler*innen lernen die Ursachen des Klimawandels kennen und erfahren etwas über die Grundlagen des Postwachstumansatzes. Sie haben die Möglichkeit, zu erleben, wie sie Natur wahrnehmen und sich darüber auszutauschen, was Naturbeherrschung bedeutet, um dann nach klimafreundlichen Alternativen im Alltag zu schauen. Gleichzeitig erfahren die die Schüler*innen, in welcher Weise unser Lebensstil Auswirkungen auf das Leben von Menschen in Ländern des Südens hat und wie alle ein gutes Leben führen können. 

Newcomers – Geflüchtete erzählen ihre Geschichte (Dokumentarfilm + Workshop)

„Newcomers“ ist ein Dokumentarfilm, in dem geflüchtete Menschen ihre Geschichte selbst erzählen. Junge und Alte, Menschen unterschiedlichen Glaubens, unterschiedlichen Geschlechts und sexueller Orientierung; Menschen mit und ohne Behinderung. Menschen aus über acht verschiedenen Ländern. Trailer: www.newcomers-film.de. Wir schauen den Film, betrachten mit methodischer Vielfalt das Thema Flucht und diskutieren gemeinsam mit dem in Osnabrück lebenden syrischen Regisseur Ma’an Mouslli.

Referent*innen: Daniela Boltres, Ma’an Mouslli (Exil – Osnabrücker Zentrum für Flüchtlinge e.V.)

Klassenstufe: ab Klasse 9

Region: Bremen und Niedersachsen

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: flexibel (180 Minuten bis Projekttag)

Ziel: Sensibilisierung von Schüler*innen hinsichtlich der Themen Flucht und Migration

Upgration - Upgrade durch Migration

Warum Migration eine gesellschafliche Bereicherung sein kann und warum es wichtig ist, diese Vielfalt auch in den Medien abzubilden.

Der Workshop richtet den Fokus auf Medien unterschiedlicher Formen und ihre Bedeutung bzw. Notwendigkeit in der Ausübung von Demokratie: Um eine offene und vielfälltige Gesellschaft sein zu können, braucht es permanente kollektive Reflexion über politische sowie gesellschatliche Ereignisse. Dafür sind Medien unverzichtbar.
Aus diesem Grund, möchten wir mit den Schülern und Schülerinnen über ihre Medienkompetenzen sprechen und im Erfahrungsaustausch folgende Fragen interaktiv bearbeiten: Was sind Medien und warum sind sie in einer Demokratie wichtig? Wie konsumieren wir Medien? Wie gehen Medien mit Stereotypen um?
Die Schüler*innen sind dabei Expert*innen ihres eigenen Lebens: Im Austausch auf Eigenhöhe werden gemeinsam Erfahrungen zu Stereotypen, Rassismus, gesellschatlichen Veränderungen, Medienkonsum, soziale Medien etc. abgeglichen und über mögliche zukünftige Entwicklungen gesprochen. Zum Abschluss werden die Schüler*innen ermutigt, ihre Meinungen/Ideen festzuhalten und ihnen Ausdruck zu verleihen, ihre Stimmen zu erheben, um sich aktiv gesellschaftlich zu beteiligen und Medien reflektiert zu nutzen. In kurzen Input-Workshops, wahlweise zu Fotografie, journalistischem und kreativem Schreiben, sowie Illustration sollen den Schüler*innen Impulse vermittelt werden, um zu zeigen, dass jede/r kreativ werden und sich aktiv sowie auf vielfältige Weise an der Gestaltung unserer Gesellschaft beteiligen kann.

Referent*innen: Cameo Kollektiv e.V.

Klassenstufe: 5-13

Region: PLZ-Bereiche 27xxx, 28xxx, 29xxx, 30xxx, 31xxx, 34xxx, 37xxx, 38xxx

Zeitraum: 01/2019 – 02/2019

Dauer: 5 Unterrichtsstunden

Ziel: Sensibilisieren für Transkultur, Vielfalt und eine offene Gesellschaft. Förderung von Medienkompetenzen und Erlernen von kreativen Fähigkeiten, um sich selbst am gesellschatlichen Diskurs beteiligen zu können.

Sonstiges: Der Workshop wird von drei Referent*innen durchgeführt und kann auf Deutsch oder Englisch angeboten werden.

"Wenn das Land knapp wird..." – Fluchtursache Flächenverbrauch

Ackerland wird immer wertvoller und seltener. Die Ressource Land wird vielseitig genutzt - mit zunehmender Nutzung steigt jedoch ihre Verfügbarkeit. Länder mit hohem Konsumniveau verbrauchen global mehr und mehr Flächen, wodurch Ressourcenknappheit und Konkurrenzen um lebensnotwendige, landwirtschaftlich genutzte Flächen entsteht und infolgedessen die Ernährungssicherheit von Millionen Menschen gefährdet wird.

Referentin: Dr. Bettina Piepho

Klassenstufe: Klasse 8-13

Region: Region Hannover & Umland

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: 90-180 Minuten, mehrere Module und Projekttage möglich

Ziel: Ziel ist es, den wahren Wert von Land zu erfassen. TN analysieren globale Wirtschaftszusammenhänge und Konkurrenz um Landressourcen. Hierbei werden soziale, sowie ökologische Folgen von Landdegradierung und Landgrabbing erfasst.Im Kontext werden die SDG's betrachtet und eigene Lebensweise in Zusammenhang mit globalen Entwicklungen abgewogen.

Rohstoffabbau, Industrieansiedlungen, Groß-Staudämme als Ursache für Binnenflucht

In vielen Ländern des sogenannten Globalen Südens führen Rohstoffabbau, industrielle Großprojekte sowie der Bau von Staudämmen dazu, dass die lokale Bevölkerung die Gebiete „verlassen“ muss. In dem Kontext kommt es oft zu Vertreibungen, Landgrabbing und Binnenflucht. Die Menschen flüchten in andere Gebiete desselben Landes oder in Nachbarländer. Wir betrachten Beispiele aus Asien und Südamerika. Dort stehen demokratische Strukturen und die Beachtung von Rechten in Frage, wenn es um die wirtschaftliche Entwicklung geht.

Referentin: Sabine Meyer

Klassenstufe: ab Klasse 8

Region: PLZ-Bereiche 29xxx, 30xxx/31xxx, 34xxx/37xxx, 38xxx

Zeitraum: 11/2018 – 12/2018

Dauer: 180 Minuten oder Projekttag

Ziel: Auswirkungen von Rohstoffabbau, Industrieansiedlung und Staudammprojekten kennenlernen; Verletzung demokratischer Rechte reflektieren; Handlungsmöglichkeiten erarbeiten; Erkennen, was unser Lebensstil und internationale Wirtschaftsbeziehungen mit der Situation in Schwellenländern zu tun hat

Sonstiges: Der Workshop kann auf Deutsch oder Englisch angeboten werden.

Entwicklungszusammenarbeit: Bringen wir das Gute Leben in die Partnerländer oder verhindern wir nur Einwanderung in die Festung Europa?

Ein kritischer Blick auf die deutsche und internationale EZ

Entwicklungszusammenarbeit – Millionen von Euro fließen in die Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas und verschwinden, so eine häufige Meinung. Oft steht auch im Raum, dass die Entwicklungspolitik das politische Konzept Demokratie exportiert, damit die Menschen vor Ort ein gutes Leben haben können und nicht die Grenze zur Europäischen Union überschreiten – Fluchtprävention. Aber wie funktioniert das System der EZ international und in Deutschland eigentlich, welche Strukturen und Organisationen sind beteiligt, was geschieht mit den Geldern in den Partnerländern? In Theorie und Praxis gibt der Workshop Einblicke und hinterfragt kritisch, was es uns bringt, die Länder des globalen Südens zu unterstützen.

Referent: Frank Schmidt

Klassenstufe: ab Klasse 10

Region: Bremen und Niedersachsen

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: flexibel (2 Stunden bis 1 Projekttag)

Ziel: Die Teilnehmenden sollen das System der Entwicklungszusammenarbeit kennenlernen und Ansätze für weitere Recherchen finden, um später evtl. auch in diesem Feld zu arbeiten.

Sonstiges: Der Workshop kann auf Deutsch, Englisch oder Russisch angeboten werden.

Menschenrechte lernen und leben

Es ist unser besonderes Anliegen, durch unsere Bildungsarbeit das Thema „Menschenrechte“ für alle Altersstufen erfahrbar zu machen. Unsere Workshopangebote bieten die Möglichkeit, sich mit diversen Aspekten rund um das Thema auf gestalterische Weise auseinander zu setzen. Das Programm lebt insbesondere von den persönlichen Erfahrungen der Referent_innen, von denen die meisten als internationale Friedensfachkräfte in einem der pbi-Projekte tätig waren.

Referentin: peace brigades international (pbi) Deutscher Zweig e. V.

Klassenstufe: alle

Region: Bremen und Niedersachsen

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: flexibel (90 Minuten bis Projekttage)

Ziel: Informationen und Sensibilisierung zu Themen wie Menschenrechte, Menschenrechtsverletzungen, Menschenrechtsverteidiger_innen, Aufzeigen globaler Zusammenhänge, Menschenrechtsthemen „erfahrbar“ machen und die Teilnehmenden zu eigenem Engagement anregen

Sonstiges: Die Workshops können auf Deutsch, Englisch und Spanisch angeboten werden.

Raum schaffen für Frieden – Menschenrechte zum Anfassen

Durch internationale Schutzbegleitung von Menschenrechtsaktivist*innen, wird Raum für Frieden geschaffen. Doch globale wirtschaftliche Interessen an Rohstoffen sind groß und diese Menschen sind lokal zunehmender Gewalt ausgesetzt - was im globalen Szenario passiert, spiegelt sich in lokalen Situationen. Lokaler gewaltfreier Widerstand, Mut und Überzeugung wiederum können so auch zu globalen Veränderungen beitragen. Auf Wunsch kann dazu der Film „Chocolate de Paz“ gezeigt werden.

Referentin: Julia Wältring (peace brigades international Deutscher Zweig e.V.)

Klassenstufe: 7-13

Region: PLZ-Bereiche 27xxx, 28xxx, 30xxx, 31xxx

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019 (dienstags, donnerstags, freitags)

Dauer: 90 Minuten oder 180 Minuten (mit Film)

Ziel: über internationale Menschenrechtsarbeit informieren, globale und lokale Zusammenhänge von Menschenrechtsverletzungen durch Wirtschaftsinteressen deutlich machen, durch persönliche Erfahrungen zu eigenem Engagement für die Menschenrechte anregen

Sonstiges: Der Workshop kann auf Deutsch oder Spanisch angeboten werden.

Die Kriege von nebenan – Mein Beitrag zu einer friedlicheren Welt

Ich kann doch sowieso nichts machen, wenn Kriege 1000ende Kilometer in der Ukraine oder Syrien stattfinden! Falsch! Wir können etwas unternehmen. Im Workshop werden wir gewaltfreie Mittel kennenlernen, die Schüler*innen in Deutschland einsetzen können, um aktiv einen Beitrag zu einer friedlicheren Welt zu leisten. Auf Basis des Brettspiels Civil World arbeiten wir an einer starken, engagierten und empathischen Zivilgesellschaft.

Referent: Christoph Pinkert (Kulturpixel e.V.)

Klassenstufe: ab Klasse 7

Region: PLZ-Bereiche 30xxx,31xxx, 34xxx, 37xxx

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: 180 Minuten

Ziel: Schüler*innen sollen befähigt werden, Verantwortung für Ihr (friedenslogisches) Handeln bei Konflikten/Kriegen zu übernehmen und sich der Bedeutung und Handlungsmöglichkeiten als mündige Bürger*innen in einer Demokratie bewusst sein. 

Sonstiges: Der Workshop kann auf Deutsch oder Englisch angeboten werden.

Aktiv für den Frieden – gewaltfreie Konfliktbearbeitung in internationalen Konflikten

Jeden Tag sehen und hören wir von gewalttätigen Auseinandersetzungen und Kriegen in der ganzen Welt. In diesem Workshop werden Teilnehmende lernen internationale Konflikte zu analysieren. Wir werden uns den Begriffen von Krieg, Konflikt & Frieden sowie Gewalt & Gewaltfreiheit annähern. Anhand von Filmausschnitten, Rollenspielen und Erfahrungsberichten von Friedensarbeiter*innen gehen wir der Frage nach, wie gewaltfreie Konfliktbearbeitung in der Praxis konkret aussieht & was wir davon auch für unseren eigenen Alltag lernen können.

Referentin: Esther Binne (KURVE Wustrow e.V. – Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktionen)

Klassenstufe: 9-13

Region: PLZ-Bereich 29xxx

Zeitraum: 12/2018 – 02/2019

Dauer: 90 Minuten bis ein Projekttag

Ziel: Schüler*innen erhalten einen Einblick in die Arbeit von Friedensarbeiter*innen in internationalen Konflikten und lernen Instrumente der gewaltfreien Konfliktbearbeitung kennen und anzuwenden. Sie entwickeln ihre eigenen Handlungsspielräume im Bereich der gewaltfreien Konfliktbearbeitung. 

Sonstiges: Der Workshop kann auf Deutsch oder Englisch angeboten werden.

Menschenrechte DORT und HIER

In dem Workshop beschäftigen wir uns mit dem Thema Menschenrechte und finden heraus, welche Menschenrechte in welchen Ländern eingehalten oder verletzt werden.

Referent: Reinhard Block (Amnesty International)

Klassenstufe: Klasse 9-13

Region: PLZ-Bereich 26xxx

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: 180 Minuten

Ziel: Die Schüler*innen lernen Menschenrechte kennen.

Was kostet die Welt (wirklich)? Die externen Kosten unseres Konsums

Was kostet die Welt? Ob 5,00€ für eine Hose, billiges Fleisch oder das neuste Smartphone – auf dem Weg dieser Produkte kommt es zu Kosten, die nicht eingepreist sind und auf der Strecke bleiben. Den Preis zahlen andere – ob die Gesellschaft beispielsweise für verunreinigtes Grundwasser, die Arbeiter*innen in Textilfabriken in Asien oder Minenarbeiter*innen im Kongo. Und so kosten viele Dinge in Wirklichkeit mehr, wenn wir auf den Entstehungsprozess von Produkten schauen.
Anhand von Ernährung, Kleidung und Smartphones wollen wir gemeinsam erarbeiten, wie wirtschaftliches Handeln global zusammenhängt und wo es zu Folgen kommt, die nicht im Preis eingerechnet sind. Am Ende stellen wir uns die Frage, wie wir selbst etwas dazu beitragen können, dass nicht andere den wirklichen Preis zahlen.

Referent*innen: Junges entwicklungspolitisches Forum (Jep)

Klassenstufe: Klasse 9-13

Region: PLZ-Bereich 26xxx; 28xxx; 30xxx, 31xxx

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: 180 Minuten

Ziel: Bewusstsein für Folgen wirtschaftlichen Handelns schaffen, verständlich Zusammenhänge erarbeiten und zur Eigeninitiative motivieren

KonsuMensch

Auf den internationalen Spuren unseres Konsums: Täglich sind wir mit Produkten aus der ganzen Welt in Kontakt - Produktionsweisen und "Nebenwirkungen" sind den meisten Menschen aber nach wie vor noch ziemlich unbekannt. Über Lernspiele, Quizelemente und Anschauungsobjekte lernen die Teilnehmer*nnen anhand von vier verschiedenen Produkten globale Zusammenhänge und die Idee des Fairen Handels kennen. Auch geht es darum, wie wir uns als Konsument*innen einmischen können. Der Workshop kann im Klassenraum oder auch in der Innenstadt, dort wo wir shoppen gehen, stattfinden.

Referent: Achim Riemann (Janun Hannover e.V.)

Klassenstufe: 8-12

Region: Stadt und Region Hannover

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: 90-120 Minuten

Ziel: Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten, Erlangung von Wissen über die ökologischen und sozialen Auswirkungen alltäglicher Produkte, Kennenlernen von Möglichkeiten nachhaltig zu konsumieren und sich einzumischen.

Sonstiges: Der Workshop kann auf Deutsch oder Englisch angeboten werden.

Mein Handy und ich

Und, was hast du in deinem Handy? Wir werden nicht deine Handydaten angucken, sondern die Bestandteile von Handys. Denn es sind Gold, Platin und sogar seltene Erden in deinem Mobilfunkgerät verarbeitet, ein kleiner Schatz. Nicht so glänzend sind die Arbeitsbedingungen von den Menschen, die diese Rohstoffe abbauen, oft in afrikanischen Ländern. Wir setzen uns nicht nur auseinander mit Handys, wir nehmen sie auch auseinander und diskutieren, was du beim Kauf beachten kannst.

Referentin: Insa Pohlenga (Regionales Umweltzentrum Schortens)

Klassenstufe: 5-10

Region: PLZ-Bereich 26xxx

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: 180 Minuten

Ziel: Durch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsum von technischen Luxusgütern und der inflationären Mediennutzung, werden die TN für einen bewussten Umgang mit ihrem eigenen Kaufverhalten sensibilisiert und mit dem ökologischen und sozialen Preis konfrontiert.

Wie "isst" in Zukunft die Welt?

Was motiviert viele junge Menschen sich vegetarisch oder vegan zu ernähren?

Sind diese Ernährungsformen nur ein Trend oder steckt viel mehr dahinter?  In diesem Zusammenhang wollen wir über das Grundrecht auf Nahrung, die Ungerechtigkeiten der weltweiten Nahrungsmittelverteilung und Nahrungsmittelproduktion diskutieren. Wir analysieren Auswirkungen unseres Nahrungsmittelkonsums auf Menschen und Umwelt und sammeln Ideen, für eine zukünftige, weltweit gerechtere Ernährung. 

Referentin: Susanne Balduff (Regionales Umweltzentrum Schortens)

Klassenstufe: Klasse 7-10

Region: Friesland, Ostfriesland, Wilhelmshaven, Ammerland, Oldenburg, Wesermarsch

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: 180 Minuten

Ziel: Das Ziel dieses Projektes ist, die SuS für eine gerechte, zukunftsorientierte Ernährung und Lebensweise zu sensibilisieren und ihre Eigenverantwortung, Handlungsoptionen und Konsumkompetenzen zu stärken.

"Burger der Zukunft" – ein Hamburger unter der Lupe! Welche globalen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt hat mein Ernährungsstil?

In diesem Workshop steht der heißgeliebte Hamburger im Mittelpunkt der Analyse.

Die beliebteste Burger-Kette verkaufte 2017 allein in Deutschland über 40.000 Tonnen Rindfleisch. Unser Hunger auf billiges Fleisch ist groß, was weltweite Auswirkungen auf das Leben von Menschen und unserer Umwelt zur Folge hat.

Fakt: Viele Tiere fressen viel pflanzliches Futter!  Wichtige Lebensmittelrohstoffe, die Menschen in ärmeren Ländern nicht mehr zur Verfügung stehen.

Ihr erarbeitet eine Präsentation zur Problematik der globalen und industriellen Fleischproduktion, sowie euren Ideen einer gerechten und umweltfreundlichen Ernährung.

Zum Projektabschluss bereitet ihr euren „Zukunfts-Burger“ selbst zu.

Referentin: Susanne Balduff (Regionales Umweltzentrum Schortens)

Klassenstufe: ab Klasse 9

Region: Friesland, Ostfriesland, Wilhelmshaven, Oldenburg, Wesermarsch, Ammerland 

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: Nach Absprache (mindestens 8 Unterrichtsstunden mit Kochen / 6 Unterrichtsstunden ohne Kochen) 

Ziel: Erkennen und Verstehen wirtschaftlicher und politischer Zusammenhänge in Bezug auf das eigene zukunftsorientierte Ernährungsbewusstsein.

Tiefkühlpizza & andere (K)Leckereien

Am Beispiel der Tiefkühlpizza stoßen die Schüler*innen darauf, was unsere Ernährung mit dem Klima zu tun hat: Transportwege mit viel CO2-Ausstoß, energieintensive Herstellung von Plastik, Methanausstoß von Rindern, Brandrodung von Regenwald zum Anbau von Futtermitteln wie Soja oder für Palmöl-Plantagen für billiges Pflanzenöl oder 'Bio'-Diesel. Am Ende sammeln wir Ideen, wie unsere Ernährung klimafreundlicher werden kann, z.B.: regionales und saisonales Obst und Gemüse kaufen; Plastikverpackungen reduzieren; Plastikttüten ersetzen durch Stoffbeutel; Fleisch und tierliche Produkte ersetzen durch pflanzliche Lebensmittel; Bio-Produkte aus klimaschonendem Anbau kaufen; mehr Frisches statt Tiefkühlware kaufen, um Strom zu sparen; insgesamt weniger Lebensmittelverschwendung.

Referent: Eckhard Steinmüller (JANUN Hannover e.V.)

Klassenstufe: 5-12

Region: Region Hannover

Zeitraum: 11/2018 – 01/2019

Dauer: 90-180 Minuten

Globale Landwirtschaft – Gewinner und Verlierer im globalen Agrarhandel

Die heutige Landwirtschaft ist globalisiert, denn eine Vielzahl von Akteuren ist weltweit an Produktion, Verarbeitung und Handel daran beteiligt. Diese Strukturen sind überwiegend hoch komplex und schwer zu durchschauen. Diese Unterrichtseinheit soll den Teilnehmenden durch das Einnehmen verschiedenster Rollen ermöglichen, die Probleme und Möglichkeiten der am Agrarhandel Beteiligten in einem Planspiel spielerisch nachzuempfinden. Auch aus diesen Prozessen resultierenden Migrationsbewegungen können thematisiert werden.

Referent*innen: Henning Böhm, Anne Emden (Verein Sozialökologie (VSÖ), biz)

Klassenstufe: 8-13

Region: PLZ-Bereich 26xxx, 27xxx, 28xxx

Zeitraum: 12/2018 – 02/2019

Dauer: Mindestens 4 Unterrichtsstunden, optimal sind 6 Unterrichtsstunden

Ziel: Grundlegendes Verständnis der Prozesse und Strukturen in der globalisierten Landwirtschaft (Ungleichgewicht der Machtstrukturen im Nord-/Südverhältnis und ökonomische Zwänge)

Was guckst du?! – Ein interkulturelles Training

Eine multikulturelle Gesellschaft fordert nicht nur die Akzeptanz von „anderen Sichtweisen“, sondern auch das selbstkritische Infrage stellen eigener Einstellungen und Praktiken. Voraussetzungen dafür sind die interkulturellen Kompetenzen. Diese äußern sich durch Beobachten und Selbstreflexion und sind insbesondere im (Schul)Alltag unverzichtbar.

Ferner werden Interkulturelle Kommunikation und Mehrsprachigkeit immer wichtiger.

Mit diesem Hintergrund werden sich die Schüler*innen mit folgenden Themen auseinandersetzen und reflektieren: Umgang mit Fremdheit, Wahrnehmung und Interpretation, Vorurteile und Diskriminierung, Macht und Privilegien, Rolle der Sprache und Interkultureller Kommunikation sowie Interkulturelle Kompetenzen.

Referentin: Nurka Casanova (InterKulturEvents)

Klassenstufe: Klasse 9-10 (pro Workshop 8-16 Personen)

Region: Stadt Lüneburg, Celle, Uelzen, Winsen

Zeitraum: Mitte Januar bis Ende Februar 2019

Dauer: flexibel (3 Stunden bis Projekttag)

Ziel: Der Workshop zielt auf eine Erweiterung der interkulturellen Kompetenz und bietet die Möglichkeit konfliktreiche Situationen besser zu verstehen und individuelle Lösungsstrategien zu entwickeln. Somit gewinnen die Schüler*innen Erkenntnisse über sich selbst und ihre eigenen kulturellen Prägungen. Sie reflektieren über die Relativierung der eigenen kulturellen Sichtweise, der eigenen Vorurteile, Privilegien und Kompetenzen.

Grenzen?los! – Kompetent gegen Diskriminierung

Grenzziehung ist der Ursprung von Ausgrenzung und Diskriminierung. Um Diskriminierung entgegenzuwirken, müssen wir uns unterschiedlicher Grenzziehungen bewusst werden und aus dieser Erkenntnis Strategien entwickeln.

Welche Grenzen haben wir? Welche Grenzen setzen wir uns und welche werden uns gesetzt? Wen schließen wir mit Grenzziehung aus und nach welchen Kriterien entscheidet sich Zugehörigkeit?

Was können wir dazu beitragen, die Teilhabe aller ermöglichen?

Referentin: Antje de Haan / Leila Semaan (Kulturpixel e.V.)

Klassenstufe: 7-10

Region: Bremen und Umgebung, Raum Osnabrück (montags), Region Hannover

Zeitraum: Bremen/Osnabrück: 12/2018 – 02/2019 (idealerweise montags und freitags), Hannover: 11/2018 - 02/2019 (montags bis mittwochs)

Dauer: 180 Minuten

Ziel: Grenzen und Ausgrenzung bewusst machen und Strategien zur gelingenden Integration entwickeln

Auf den zweiten Blick – Begegnung ohne Vorurteile

Wie können wir (eigene) Vorurteile überwinden? Welche Werte teilen wir? Welche Gefahren birgt Rassismus und wie können wir ihm begegnen? In dem praxisorientierten Workshop nehmen wir neue Blickwinkel ein, teilen Erlebnisse und Geschichten und lernen uns selbst und Andere neu kennen.

Referentin: Leila Semaan (Kulturpixel e.V.)

Klassenstufe: 8-13

Region: Region Hannover

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: 180 Minuten

Ziel: Durch Rollenspiele und Übungen wird ein Bewusstsein geschaffen, wann man selbst andere Menschen diskriminiert oder ob man diskriminiert wird. Ziel ist es sich in andere Personen besser hineinzuversetzen, sowie andere Blickwinkel und Ansichten kennenzulernen und vor allem eigene Stereotype wahrzunehmen und zu hinterfragen.

Sonstiges: Der Workshop kann auf Deutsch oder Englisch angeboten werden.

Von Streber*innen und Klassenclowns

Schon mal richtig Angst gehabt? Vielleicht verliebt? Einsam? Sportlich? Alle Menschen auf der Welt teilen Geschichten, Ereignisse, Gefühle und Erlebnisse. Im Workshop versuchen wir darüber Verbindungen zu schaffen, die es uns erlauben uns selbst, aber vor allem andere Menschen so wahr- und anzunehmen wie sie sind und nicht auf sie herab- oder hinaufzublicken. Der respektvolle Umgang mit- und ein intuitives Verständnis füreinander stehen hierbei im Zentrum. Die Einteilung in "Gute" oder "Böse"; "Coole" oder "Uncoole" wird aufgehoben – die Grenzen verschwimmen.

Referent: Chritoph Pinkert (Kulturpixel e.V.)

Klassenstufe: alle

Region: PLZ-Bereiche 30xxx,31xxx, 34xxx, 37xxx

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: 90-180 Minuten

Ziel: Die Schüler*innen sollen Transkulturalität erfahren und leben – in ihrer Klassen und mit den Menschen denen sie begegnen

Sonstiges: Der Workshop kann auf Deutsch oder Englisch angeboten werden.

Wie sag ich's meinen Eltern? - Argumentieren für ein respektvolles Miteinander

"Sozialschmarotzer", "Vergewaltiger", "Terroristen"! Was tun, wenn Freunde, die Familie oder Lehrer*innen eine moralisch-ethische Grenze überschreiten und sich diskriminierend oder rassistisch über Andersdenkende, -gläubige, Geflüchtete usw. äußern? Wir lernen im Workshop wie wir nachhaltig argumentieren können, um diese Menschen zum (Weiter-)Denken anzuregen und zu respektvollem Miteinander motivieren. Durch Rollenspiele und Theaterübungen stellen wir uns der emotionalen Auseinandersetzung mit den Menschen, die uns oftmals viel bedeuten, aber deren Meinung wir nicht teilen.

Referent: Christoph Pinkert (Kulturpixel e.V.)

Klassenstufe: ab Klasse 9

Region: PLZ-Bereiche 30xxx,31xxx, 34xxx, 37xxx

Zeitraum: 11/2018 – 02/2019

Dauer: 180 Minuten

Ziel: Schüler*innen sollen befähigt werden, Verantwortung für Ihr (friedenslogisches) Handeln bei Konflikten/Kriegen zu übernehmen und sich der Bedeutung und Handlungsmöglichkeiten als mündige Bürger*innen in einer Demokratie bewusst sein. 

Sonstiges: Schüler*innen sollen befähigt werden, rassistische Äußerungen wahrzunehmen und sie nicht ungesagt stehen zu lassen. Ferner erlernen sie ein Werkzeug, um Veränderungsprozesse in ihrem Umfeld anzustoßen.