Wir sind ein unabhängiges Institut und arbeiten als gemeinnütziger Verein seit 1988 in den Bereichen der entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie der Migrationspolitik. Die 17 weltweiten Nachhaltigkeitsziele bilden unseren Handlungsrahmen. Wir setzen Aktivitäten des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung um und beraten Asylsuchende im Landkreis Northeim. Wir tragen unsere Themen über Vernetzung und Kooperationen projektorientiert an verschiedene Zielgruppen heran.
Bitte beschreiben Sie das Bildungsangebot (Inhalte, Methoden etc.).
Rassismus begegnet uns in verschiedensten Situationen im Alltag und in gesellschaftlichen Strukturen. In der Schule, bei Behörden, in Organisationen und in der Wirtschaft werden Menschen aus verschiedenen Gründen diskriminiert. Rassismus ist in der Gesellschaft tief verankert, historisch begründet und kann nur dann abgebaut werden, wenn sich Menschen rassistischer Strukturen bewusst werden und auch die eigenen Wahrnehmungen und Handlungsweisen offen überprüfen. Dabei ist es in einer konkreten Situation oftmals schwer, Rassismus zu erkennen und zu reflektieren.
Im Planspiel schlüpfen die Mitspielenden in alltäglichen Situationen wie etwa am Bahnhof, auf einem Sportplatz oder im Jobcenter der fiktiven Stadt „Partizipa City“ in die Rollen von Menschen verschiedenster Milieus und Hintergründe. In Form von kurzen Rollenspielen treffen sie aufeinander, sind von rassistischen Äußerungen oder Handlungen betroffen oder verhalten sich selbst - meist unbewusst - rassistisch. Die Spielsituation unterstützt dabei, rassistisches Verhalten in der Rolle wahrzunehmen. Rassistisches Verhalten wird nicht verurteilt, sondern kann erspürt werden, um nach Alternativen zu suchen. Nach jeder Spielrunde und am Ende des Spiels werden die Spielerfahrungen ausgetauscht und reflektiert.
Das Spiel kann in unterschiedlichen Varianten gespielt werden und ist für 6 bis 18 Teilnehmer*innen geeignet. Die Spieldauer ist abhängig von der Anzahl der gespielten Stationen und beträgt zwischen einem halben und einem ganzen Tag.
Die Spielsituationen wurden auf der Grundlage echter Fallbeispiele entwickelt. Sie beschreiben Diskriminierungssituationen, wie sie im wahren Leben erlebt werden. In der Begleitbroschüre sind die Fallbespiele zusammengestellt und mit Links zu weiteren Informationen versehen. Die Begleitbroschüre wird kostenlos zum Mitnehmen verteilt.
Die Spielmaterialien umfassen Rollen- und Situationskarten, Namensschilder, Aufbaupläne für den Raum, Raumschilder, eine Einführung für die Mitspielenden und weitere Verbrauchsmaterialien für die sogenannten Zwischenstationen, die in Pausen von den Mitspielenden genutzt werden können. Sie erfahren dort Hintergrundwissen, z.B. über Begriffskarten, oder können sich drei kurze Videofilme ansehen.
Gebraucht werden zwei Räume, Moderationswände und Tische.
Das Spiel sollte von zwei Personen angeleitet werden. Das Spiel richtet sich vorrangig an Akteur*innen und Entscheider*innen aus kommunalen Verwaltungen, Jobcentern, Bildungseinrichtungen (z.B. Lehrkräfte) und anderen Institutionen, die als Multiplikator*innen Impulse in die Gesellschaft geben können, indem sie rassismussensibler handeln und entscheiden und darüber gesellschaftliche Teilhabemöglichkeiten verbessern. Es kann in angepasster Form und eingebettet in Unterricht auch mit Schüler*innen gespielt werden.
Das Planspiel „Partizipa City“ lädt Menschen dazu ein, über ihr Verständnis von Rassismus nachzudenken und es kritisch zu hinterfragen, diskriminierendes Verhalten im Alltag wahrzunehmen und nach neuen Wegen zu suchen. Einen besonderen Schwerpunkt nimmt dabei der antimuslimische Rassismus ein, der Muslim*innen sowie Menschen, die vermeintlich für Muslim*innen gehalten werden, trifft. Unterstützt durch die Spielsituationen können die Teilnehmenden rassistisches Verhalten in der Rolle wahrnehmen. Rassistisches Verhalten wird nicht verurteilt, sondern kann erspürt werden, um nach Alternativen zu suchen.
ein halber bis ganzer Tag
nach Absprache
Deutsch
- Antirassismus, Umgang mit Stereotypen
- Demokratie, Partizipation
- Kulturelle Vielfalt
- Religionen
- Workshop, Unterrichtsbesuch
- Außerschulische Jugendgruppen
- Berufsschüler*innnen
- Erwachsene
- Klasse 11 - 13
- Lehrer*innen, Erzieher*innen, Pädagog*innen
- Multiplikator*innen des Globalen Lernens
- Senior*innen
- Studierende
- 19…, 21…
- 26…
- 27…
- 28…
- 29…
- 30…, 31…
- 34…, 37…
- 38…
- 48…, 49…